Hubers Hurtige Hauspost

Oktober 26th, 2011

Dieser Blog wurde in der letzten Zeit ganz schön vernachlässigt. Es schein, der Huberwirt ist überarbeitet!

Aber nein! Er ist nur mit allem möglichen anderen Zeugs beschäftigt. Derzeit säubert er zum Beispiel seinen Mail-Briefkasten und stößt dabei auf allerlei aus der Vergangenheit, darunter auch ältere Ausgaben von “Hubers Hurtige Hauspost”. Damit die der Nachwelt erhalten bleiben, werden sie nun nach und nach in diesem Blog veröffentlicht – natürlich unter dem Datum des Originals!

Der Döner-Faschismus

Februar 15th, 2010

Wenn man am frühen Montagmorgen auf der Fahrt zur Arbeit im Autoradio einen Menschen grölen hört, der von sich behauptet, ein Döner zu sein, weil er angeblich eine Zwiebel auf dem Kopf habe, so wird einem sofort klar, dass dieser Tag nichts Gutes mit sich bringen wird.

Hat sich eigentlich schon einmal jemand die Frage gestellt, warum Fasching und Faschismus mit den selben Silben beginnen? Nein? Aber ich!! Weil in beiden Fällen vorne ein Idiot den Hampelmann macht und eine dumpfe Masse dazu “Heil” oder “Helau” (auch hier eine merkwürdige Lautverwandschaft!) brüllt!

Und damit nicht genug: zur Förderung der Volksverblödung bleiben an diesen Tagen auch noch die Schulen geschlossen und somit auch die zugehörenden Sporthallen, weshalb wir heute nicht kicken können. Grrrr!

Interniert diese Faschingisten!!!!

Ein Gedächtnis wie ein Sieb

Februar 4th, 2010

Da will ich ein paar Worte zum vergangenen Montag finden und versuche kramphaft mich daran zu erinnern, wer in welcher Mannschaft spielte bzw. überhaupt da war. Beginnt so Alzheimer?

Nun – versuchen wir uns sanft der Sache zu nähern! Insgesamt waren es auf jeden Fall elf Spieler. Da ich selbst definitiv dabei war, fehlen nur noch zehn. Klar ist, dass Manne in meiner Mannschaft war, denn das Gegentor zum 1:4, dass er bei seinem kurzfristigen Aufenthalt im Kasten kassierte, bleibt unvergesslich, nämlich ein bogenlampenmäßiger Abschlag des gegenerischen Torwarts (in diesem Fall: Ralph, den wir somit auch schon abhaken können) der gefühlte zehn Sekunden in der Luft war und kurz vor ihm aufsprang, worauf Manne mit einem merkwürdigen Hüpfer reagierte anstatt den Ball einfach zu fangen. Fehlen noch acht!

Schneller geht es, wenn wir uns nun der Familie Gekeler widmen, von denen Dieter und Andi  in meinem Team und Markus beim Gegner spielten. Das innerfamiliäre zahlenmäßige Übergewicht  hat vermutlich dazu beigetragen, dass wir letztendlich doch noch den Spieß umdrehen konnten. Noch fünf!

Zu den Geschlagenen gehörten dann noch Bodo, Erwin und Gerhard, womit dieses Fünferteam komplett wäre. Bleiben also noch zwei meiner Mitspieler, was die Sache nun doch einfach macht: Sputnik und Micha!

Puh – das Sieb ist doch noch recht engmaschig (oder kleinlöchrig?)!!!

Was heißt und zu welchem Ende pflegen wir das Fußballspiel?

Januar 20th, 2010

Erfreuend und ehrenvoll ist mir der Auftrag, meine hohen Hubersherren, an Eurer Seite jetzt und auch künftig ein Feld zu durchwandern, das dem denkenden Betrachter so viele Gegenstände des Unterrichts, dem tätigen Weltmann so herrliche Muster zur Nachahmung, dem Philosophen so wichtige Aufschlüsse und jedem ohne Unterschied so reiche Quellen des edelsten Vergnügens eröffnet – das große weite Feld des Fußballspiels. Der Anblick so vieler vortrefflicher Männer, die eine edle Spielbegierde um mich her versammelt, und in deren Mitte schon manches wirksame Genie aufblühte, macht mir meine Pflicht zum Vergnügen, lässt mich aber auch die Strenge und Wichtigkeit derselben in ihrem ganzen Umfang empfinden. Je größer das Geschenk ist, das ich Euch zu übergeben habe – und was hat der Mensch dem Menschen Größeres zu geben als Wahrheit? – desto mehr muss ich Sorge tragen, dass sich der Wert desselben unter meiner Hand nicht verringere. Je lebendiger und reiner Euer Geist in dieser glücklichsten Epoche seines Wirkens empfängt, und je rascher sich Eure immer noch jugendlichen Gefühle entflammen, desto mehr Aufforderung für mich, zu verhüten, dass sich dieser Enthusiasmus, den die Wahrheit allein das Recht hat zu erwecken, an Betrug und Täuschung nicht unwürdig verschwende.

Fruchtbar und weit umfassend ist das Gebiet des Fußballspiels; in seinem Preise liegt die ganze moralische Welt. Durch alle Zustände, die der Mensch erlebte, durch alle abwechselnden Gestalten der Meinung, durch seine Torheit und seine Weisheit, seine Verschlimmerung und seine Veredlung, begleitet es ihn; von allem, was er sich nahm und gab, muss es Rechenschaft ablegen. Es ist Keiner unter Euch allen, dem dieses Spiel nicht etwas Wichtiges zu sagen hätte; alle noch so verschiedenen Bahnen Eurer künftigen Bestimmung verknüpfen sich irgendwo mit derselben; aber eine Bestimmung teilt Ihr alle auf gleiche Weise miteinander, diejenige, welche Ihr auf die Welt mitbrachtet – sich als Menschen auszubilden – und zu dem Menschen eben redet der Fußball.

Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. Dieser Satz, der in diesem Augenblicke vielleicht paradox erscheint, wird eine große und tiefe Bedeutung erhalten, wenn wir erst dahin gekommen sein werden, ihn auf den doppelten Ernst der Pflicht und des Schicksals anzuwenden; er wird, ich verspreche es Euch, das ganze Gebäude der Fußballkunst und der noch schwierigeren Lebenskunst tragen.

Wahre Vollendung erreicht dieses Spiel dann beim Vier gegen Vier in großer Halle, da sich dann, und nur dann, die Anforderungen an Geist und Körper die Waage halten, indem der scharfe Geist der durch weite Laufwege bedingten äußersten Anstrengung der Physis schnelle Reaktion und dennoch wohlüberlegte Planung entgegenzusetzen hat und dadurch weitere Schärfung erfährt. Wenn sich dann noch Genie und Wahnsinn auf beide Parteien in nahezu gleichem Maße verteilen, wie beispielhaft am vergangenen Montag geschehen, so ist das Ideal dieses Spieles erreicht.

Dank gebührt den Mitstreitern Bodo, Ralph und Sputnik, sowie den würdigen Gegnern Dieter, Erwin, Gerhard und Markus!

Guter Start ins neue Jahr

Januar 14th, 2010

Nachdem der Huberwirt krankheits- und urlaubsbedingt in den beiden Wochen vor Weihnachten nicht trainiert hatte und auch die Feiertage mal wieder nicht konditionsfördernd waren, kam es ihm gerade recht, dass zum Start ins neue Jahr gleich wieder elf Spieler in der Halle waren – da fällt es leichter, sich zu verstecken! Störend für den Autor an dem ansonsten netten Spielchen war lediglich die Tatsache, dass Sohnemann Felix vier Tore für die gegenerische Mannschaft schoss. Er wird wohl deshalb am kommenden Montag mit Hausarrest rechnen müssen.

Außerdem wirkten mit: Bodo, Dieter, Erwin, Gerhard, Manne, Micha, Peter, Ralph und Sputnik.

Gut besucht war diese Mal auch der anschließende Umtrunk, was nicht nur der Stimmung, sondern auch der immer klammen Vereinskasse zugute kam, auch wenn es doch immer wieder Kollegen gibt, die dem Gurkenglas den verdienten Obulus vorenthalten. An den Pranger mit ihnen!

Die Wilde 13

Dezember 8th, 2009

Wir haben zwar keinen Jim Knopf im Team, aber immerhin einen Lukas, der zwar nicht Lokomotivführer ist, aber dafür etwa so alt wie Jim Knopf war, als dieser sich mit der Wilden 13 schlug, womit wir nach diesem kurzen literaturhistorischen Exkurs endlich beim Thema wären, denn 13 wilde Spieler füllten gestern die Halle, weshalb besagter Nicht-Lokomotivführer sich zunächst mit Basketballübungen warmhalten musste, um dann im zweiten Match des Abends als Ersatzspieler zum Einsatz zu kommen.

Auf Lummerland müsste man bei dieser Anzahl Menschen von Überbevölkerung sprechen, aber da unsere Halle etwas größer ist als besagte Insel mit den zwei Bergen, entwickelte sich wider Erwarten ein flottes Spielchen mit zahlreichen taktischen und spielerischen Finessen, weshalb wir gerne das Trainingsvideo dem neuen VfB-Trainer kostenlos zur Verfügung stellen werden. Viel Glück gegen Urinea Utschigutschi – oder wie die heißen!

Die Wilde 13 war wie folgt besetzt (eine Herausforderung an das Erinnerungsvermögen des Chronisten!): Familie Gekeler (Dieter, Andreas, Michi, Markus, Lukas), Bodo, Gerhard, Jochen, Micha, Peter, Ralph, Sputnik und Wolle.

Ach ja – da der Huberwirt vergangene Woche etwas demotiviert war, hier wenigstens noch als Nachtrag die Teilnehmer vom 30.11.: Dieter, Stefan, Andreas, Markus, Ralph, Gerhard, Manne, Bodo, Jochen.

Fussballskandal zieht immer weitere Kreise

November 24th, 2009

Nachdem bisher von 32 manipulierten Fussballspielen in deutschen Ligen ausgegangen wurde, mehren sich die Hinweise, dass der Betrug auch vor Spielen von Freizeitmannschaften nicht Halt macht. Unter Verdacht stehen insbesondere die beiden Trainingsspiele der Hoheneck Hubers vom gestrigen Abend, bei denen einzelne Spieler des Huberwirt-Teams eine auffällige Häufung von  Ballverlusten des “letzten Mannes”, Ignorieren freistehender und einschussbereiter Mitspieler, sowie Eigentore an den Tag legten, so dass der arme Huberwirt, der wie immer auf sein eigenes Team hohe Wetteinsätze getätigt hatte, keinerlei Gewinnchance hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt!

Keinesfalls schmälern sollte dies allerdings die herausragende Leistung des Jung-Teenagers Lukas G., der dem Verfasser dieser Zeilen gefühlte acht Tore einschenkte und somit völlig zu Recht zum Spieler des Abends gewählt wurde.

Außerdem kickten mit: Dieter, Gerhard, Manne, Peter, Ralph und Wolle.

Nach dem Triumph

November 17th, 2009

Der gestrige Abend stand natürlich ganz im Zeichen unseres ersten Turniersieges vom vergangenen Samstag. Die, die dabei waren, mussten erzählen. Die anderen konnten nur bewundernd und ergriffen lauschen. Irgendwann fing man dann auch an zu spielen. Erwin wollte zuerst gar nicht, ging dann aber wenigstens zunächst ins Tor. Jochen schleppte sich nur so über den Platz. Bodo klagte zwar heftig, spielte aber dennoch ganz ordentlich mit. Nur Dieter ließ sich von den Strapazen des Wochenendes nichts anmerken und dachte sogar daran, den Sieg nachträglich gebührend zu feiern, indem er einen Kasten Bier mit in die Halle brachte.

Die Nichtturnierteilnehmer, Michi Gekeler und Ralph auf der einen, sowie Sputnik, Gerhard und Wolle auf der anderen Seite hatten es da schon etwas leichter als sonst – obwohl Sputnik nach drei Minuten beschloss sich zu den Leidenden zu gesellen, weil nach seiner ersten engagierten Aktion seine Wade zwickte, weshalb dann auch Erwin seinen sicher geglaubten Zufluchtsort “Tor” wieder aufgeben musste.

Wie groß die Welle der Euphorie nach diesem Sieg ist, kann man auch am gut besuchten Umtrunk nach dem Training festmachen, wo die nichttrinkenden Spieler Michi, Erwin und Wolle durch die trinkenden Nichtspieler Batz, Nuri und Thomas würdig vertreten wurden (woran man einmal mehr erkennen kann, wie wichtig eine gut besetzte Ersatzbank ist).

Noch einmal wurden einzelne Szenen des Turniers diskutiert; vor allem aber wurde der ehrfurchteinflößende Verband an der rechten Hand unseres Keepers bestaunt und als sichtbares Zeichen seines Einsatzes ausführlich gewürdigt. Bis zum Turnier im kommenden Jahr dürfte das ja wieder verheilt sein!

Die Elf des Tages

November 10th, 2009

Ja – gestern waren in der Tat elf kickwillige Menschen in der Halle. Diese erfreuliche Teilnehmerzahl – auch wenn sie wieder ungerade war – bringt doch deutlich mehr Spielspaß als ein anstrengendes Drei-gegen-drei. Obwohl die Überzahlsituation bei so vielen Spielern nicht mehr das ganz so bedeutsam ist (zumal es durch das Schußkreishandicap doch dann arg eng wird im Strafraum), konnte zwei Mal die Sechsermannschaft gewinnen, was den meisten Spielern zu mindestens einem Sieg verhalf (außer Peter, dem das sicherlich zu denken gibt).

Eine gute Vorbereitung also für das am 14.11.09 anstehende Ü45-Turnier bei der KSV Hoheneck, bei dem wir um 15 Uhr unser erstes Spiel haben und auf zahlreiche Fans hoffen! Das Finale wird dann mit unserer Beteiligung um 18:35 Uhr stattfinden, so dass so gegen 19 Uhr der Turniersieg begossen werden kann!

Die “Elf des Tages” bestand übrigens aus Bodo, Dieter mit seinen Söhnen Andreas und Stefan, Gerhard, Manne, Jochen, Micha, Peter, Ralph und dem Fastneuzugang Wolle.

Gefühl und Statistik

November 3rd, 2009

Wenn mich jemand gefragt hätte, wie oft wir eine ungerade Anzahl von Trainingsteilnehmern zu verkraften hätten, so hätte ich geantwortet: “Oft, sehr oft!”. Wie man sich doch täuschen kann! Ein unabhängiger Statistikexperte kam nach Auswertung der Einträge in diesem Blog zu dem Ergebnis, dass von den letzten neun Trainingseinheiten sechsmal eine gerade Anzahl von Spielern auf dem Platz stand und demzufolge nur dreimal eine ungerade Anzahl.

Gestern allerdings hat sich die letztgenannte Zahl wieder um eins erhöht. Und da dies nun zum dritten Mal in Folge geschieht, stellt der oben erwähnte Statistiker einen eindeutigen Trend in die falsche Richtung fest. Da dies so nicht weitergehen kann, folgt nun der Aufruf an die Mannschaft: Kommt gefälligst künftig in gerader Anzahl! Dies kann ganz einfach dadurch realisiert werden, dass jeder immer einen (korrekter: genau einen) mitbringt!

Wem das nicht bereits zu hoch war, dem sei noch gesagt, dass sich die ungerade Anzahl gestern nach ungefähr der Hälfte der Spielzeit in eine gerade Anzahl verwandelte, da Sputnik den Folgen einer wohl noch nicht ganz auskurierten Grippe Tribut zollen musste und somit aus sieben Spielern sechs wurden, da Sputniks Herzkasper nicht als Mitspieler gewertet werden kann. Ob das Ganze nun als halbe ganzzahlige Teilnehmeranzahl in die Statistik eingehen muss, wird in Fachkreisen noch zu diskutieren sein, zumal eine halbe Ganzzahl sowohl gerade als auch ungerade sein.

Diejenigen, die bis hierhin noch folgen konnten, werden nun mit dem Hinweis belohnt, dass sich aufgrund des ganzen Zahlentohuwabohus die Mannschaft von Gerhard, Peter, Jochen und dem halben Sputnik trotz schneller und vermeintlich auch komfortabler Führung letztendlich Bodo, Manne und Ralph geschlagen geben mussten.